Mallorca Ferien
Denkt man an Mallorca, tauchen oft zwei Bilder auf: weite Sandstrände und das bekannte Nachtleben rund um den Ballermann. Dabei hat die Baleareninsel weit mehr Facetten, als man auf den ersten Blick vermutet.
Wer die Insel wirklich erlebt, landet schnell an Orten, die nichts mit Klischees zu tun haben: In Port de Sóller, wo die alte Holzbimmelbahn quietschend am Hafen einrollt. In Valldemossa, wo der Duft von Coca de Patata aus kleinen Cafés strömt. Oder oben am Cap de Formentor, wo die Felsen steil ins Meer fallen und der Wind nach Salz schmeckt. Die Serra de Tramuntana im Norden ist ein UNESCO-Welterbe. Wer sie einmal durchfahren oder erwandert hat, versteht warum: steile Felswände, uralte Olivenhaine, das Licht, das sich in den Steinterrassen rund um Sóller bricht. Palma wiederum ist eine echte Stadtreise wert. Die Kathedrale La Seu thront direkt am Meer, die Gassen der Altstadt sind gesäumt von Tapas-Bars und kleinen Galerien und auf dem Mercat de l'Olivar kaufen Einheimische seit Jahrzehnten ihr frisches Gemüse und ihren Fisch. Jenseits der Hauptstadt zeigt die Insel ihr ruhigeres Gesicht: Portocolom und Santanyí im Osten und Süden oder Pollença, wo das Alltagsleben an Markttagen rund um den Plaça Major zusammenkommt.
Wer Ferien am Mittelmeer plant, findet bei Migros-Ferien ein passendes Angebot für unbeschwerte Ferien Mallorca.
Mallorca Urlaub: Lage, beste Reisezeit und Anreise
Mallorca liegt rund 170 Kilometer vor der spanischen Küste im westlichen Mittelmeer und ist mit knapp 3’600 Quadratkilometern die grösste der Baleareninsel. Die Hauptstadt Palma de Mallorca bildet das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum, während Küstenorte wie Alcudia, Cala Millor oder Santanyí ihren ganz eigenen Charakter haben.
Die beste Reisezeit hängt davon ab, was man sucht. Für Badeferien eignen sich die Monate Mai bis Oktober, wobei Juli und August die wärmsten und beliebtesten Wochen sind. Wer mildes Wetter für Wanderungen oder Radtouren bevorzugt, reist idealerweise im Frühling oder Herbst.
Im Frühling klettern die Temperaturen auf 18 bis 22 Grad; eine gute Zeit für Wanderungen durch die Mandelhaine zwischen Bunyola und Marratxí oder Radtouren ins Landesinnere, bevor die Sommerhitze einsetzt.
Der Sommer bringt regelmässig über 30 Grad. An Stränden wie Es Trenc, Portals Nous oder der Cala Agulla bleiben die Abende warm und viele Restaurants an der Küste haben bis spät geöffnet. Das Meer erreicht im Hochsommer rund 25 bis 27 Grad.
Im Herbst bewegen sich die Temperaturen häufig zwischen 22 und 26 Grad. Die Bedingungen eignen sich gut für Touren auf den klassischen Routen, etwa dem Abschnitt Valldemossa – Deià oder dem Weg zum Puig de Maria bei Pollença. Das Meer ist im September und Oktober noch angenehm warm.
Im Winter zeigt Mallorca ein anderes Gesicht: 12 bis 16 Grad, weniger Touristen, ruhigere Gassen. In den Cafés rund um die Plaça d'Espanya in Palma lässt sich das gut spüren, die Insel gehört dann ein Stück mehr den Einheimischen.
Für Spanien Ferien auf Mallorca reisen Gäste aus der Schweiz meist direkt nach Palma de Mallorca. Direktflüge ab Basel, Zürich, Bern und Genf mit einer Flugzeit von rund 1,5 bis 2 Stunden erleichtern Mallorca Ferien auch für kurze Reisen. Dank der überschaubaren Grösse der Insel erreichen Reisende die meisten Ferienorte innerhalb von 30 bis 90 Minuten.
Schweizer ID / Einreise: Für Schweizer Staatsangehörige reicht die Identitätskarte (ID) für die Einreise nach Mallorca (Spanien/EU).
Klima: Mallorca
Durchschnittlich 2790 Sonnenstunden pro Jahr
Ferien Mallorca: Sehenswürdigkeiten
Wer Mallorca Urlaub plant, denkt bei Sehenswürdigkeiten zuerst an Palma und das zu Recht. Die Kathedrale La Seu direkt am Meer ist beeindruckend, der Königspalast Almudaina gleich nebenan ebenfalls einen Besuch wert. Am Passeig des Born lassen breite Alleen und historische Häuser erkennen, wie sich Palma über die Jahre entwickelt hat. Gleich daneben setzt das Es Baluard Museum einen modernen Akzent. Die Mischung aus zeitgenössischer Kunst und alter Stadtmauer wirkt schlicht, aber eindrücklich.
Ausserhalb von Palma lohnt sich der Abstecher nach Felanitx, wo die Wallfahrtskirche Sant Salvador auf einem Hügel steht. Der Blick von oben über die Insel ist einer der schönsten, die Mallorca zu bieten hat. Im Dorf Son Servera im Osten der Insel steht eine Kirche, die nie fertig gebaut wurde. Das Innere ist offen, Pflanzen wachsen zwischen den Mauern – ein etwas surrealer Ort.
Zum Schluss zwei unbekanntere Sehenswürdigkeiten:
- Jardins de Raixa: Ein barocker Landschaftsgarten, der lange verfallen war und erst kürzlich restauriert wurde, mit Terrassen, Wasserbecken und einem Herrenhaus
- Ses Païsses, Artà: Eine bronzezeitliche Siedlung mit gut erhaltenen Megalithmauern, mitten im Pinienwald
Kathedrale La Seu
Die Kathedrale La Seu gehört zu den beeindruckendsten gotischen Bauwerken Spaniens und steht direkt am Meer. Ihr Bau dauerte 372 Jahre, was man ihr auch ansieht: Gotik, Renaissance und Barock treffen hier aufeinander. Im Inneren fällt sofort das grosse Rosettenfenster auf, eines der grössten in Europa. Wenn die Sonne richtig steht, färbt es den Raum in kräftige Farben. Besonders markant ist das hohe Hauptschiff, das von bunten Glasfenstern erleuchtet wird. Fun Fact: Der Architekt Antoni Gaudí arbeitete Anfang des 20. Jahrhunderts an Teilen des Innenraums mit, stoppte das Projekt aber später wieder.
Passeig des Born
Der Passeig des Born ist die zentrale Flaniermeile Palmas; rund 200 Meter, gesäumt von Platanen, Steinbänken und Gebäuden aus verschiedenen Epochen. Unter den schattigen Bäumen sitzen Menschen in Cafés, während entlang der Strasse historische Häuser aus dem 19. Jahrhundert stehen. Abends wird die Promenade zum Treffpunkt der Stadt. Wissenswert: Der Passeig war früher Austragungsort für Feste und öffentliche Veranstaltungen. Heute gilt er als Verbindung zwischen Altstadt und Hafen und viele lokale Geschäfte nutzen die Lage für kleine Ausstellungen oder saisonale Märkte.
Son Servera
Son Servera ist ein charmantes Dorf im Osten Mallorcas. Der kleine Ort liegt ruhig zwischen Hügeln und Mandelbäumen, der Wochenmarkt jeden Freitag gehört zum Ortsleben dazu. Bekannt ist Son Servera vor allem für die Església Nova: eine offene Kirche, die Anfang des 20. Jahrhunderts (nach Plänen eines Schülers von Antoni Gaudí) gebaut, aber nie fertiggestellt wurde. Heute wachsen Pflanzen zwischen den Mauern und Konzerte sowie kleine Veranstaltungen werden dort veranstaltet, was dem Platz eine besondere Atmosphäre gibt. Zudem stehen im Zentrum des Dorfes einfache Steinhäuser und kleine Cafés, die zum Verweilen einladen.
Es Baluard Museum für zeitgenössische Kunst
Das Es Baluard Museum für zeitgenössische Kunst gehört zu den wichtigsten Kulturorten Palmas und befindet sich in einer historischen Festung. Das Gebäude kombiniert moderne Architektur mit Teilen der alten Festung und schafft so einen einzigartigen Rahmen für die Ausstellungen. In der Sammlung hängen Werke von Picasso, Miró und Barceló, dazu katalanische Landschaftsmalerei und Arbeiten mallorquinischer Künstler. Ein alter Wasserspeicher, der beim Bau zufällig entdeckt wurde, dient heute als Ausstellungsraum. Viele Ausstellungen wechseln regelmässig, sodass sich ein Besuch auch bei einer zweiten Reise lohnt.
Der Königshof
Direkt neben dem Königspalast Almudaina liegt eine der ruhigeren Ecken Palmas: der S'Hort del Rei. Der historische Garten geht auf das frühe 14. Jahrhundert zurück und war ursprünglich der wichtigste Garten der Königsburg. Heute ist er öffentlich zugänglich und ein guter Ort, um kurz aus dem Trubel der Altstadt auszusteigen. Der Königshof selbst steht direkt oberhalb des Gartens. Er dient bis heute als offizieller Sitz des spanischen Königshauses auf Mallorca und bildet zusammen mit dem Park ein historisches Ensemble, das sich gut in einem Besuch kombinieren lässt. Hinweis: Eintritt gratis.
Mallorca: Ihre Ferienorte im Überblick
- Ferien Port de Pollenca / Pollenca
- Ferien Playa de Muro
- Ferien Cala Mesquida
- Ferien Deiá
- Ferien Alcudia
- Ferien Palma
- Ferien Son Vida
- Ferien Camp de Mar
- Ferien Costa de los Pinos
- Ferien Ca'n Picafort
- Ferien Cala Mandia
- Ferien Santa Ponsa
- Ferien Paguera
- Ferien Campanet
- Ferien Portal Nous
- Ferien Cala Sant Vicenc
- Ferien Port de Soller / Soller
- Ferien Alaró
- Ferien Cala Ratjada / Font de Sa Cala
- Ferien Porto Cristo
- Ferien Campos
- Ferien Llucmajor
- Ferien Playa de Palma / El Arenal / Can Pastilla
- Ferien Magaluf / Palmanova
- Ferien Es Capdella
- Ferien Colonia Sant Jordi
- Ferien Calas de Mallorca
- Ferien Cala d'Or
- Ferien Canyamel
- Ferien Sa Coma
- Ferien Cala Millor
- Ferien Illetas / Cala Major
- Ferien Mallorca Westen
- Ferien Ca's Concos
Mallorca Ferien: Unsere Tipps und Ideen
Egal, ob Sie Mallorca Ferien im Oktober oder April buchen: Die Insel passt sich vielen Bedürfnissen an: Von All Inclusive über Last Minute und Adults Only bis zu Familienferien.
Mallorca eignet sich hervorragend für reine Strandferien, aber wer etwas mehr mitnehmen will, sollte die Insel auch abseits der Sonnenliege erkunden. Ein paar Ideen, die sich bewährt haben.
Wer einmal auf der Insel war, schwärmt früher oder später von der Strasse nach Sa Calobra. Die Passstrasse schlängelt sich in engen Kehren durch die Tramuntana hinunter ans Meer. Am Ende wartet der Torrent de Pareis: eine wilde Schlucht, die ins Meer mündet und zu den eindrucksvollsten Naturorten der Insel gehört. Einsame Buchten wie die Cala Torta, Bergdörfer in der Tramuntana oder die Salinen von Es Trenc: Wer spontan losfahren möchte, ist mit einem Mietwagen klar im Vorteil.
Eine schöne Idee für alle, die etwas Persönliches mit nach Hause nehmen möchten: einen Keramikkurs. Viele kleine Ateliers, zum Beispiel rund um Pollença oder in der Region Santanyí, bieten kurze Workshops an. Man formt und bemalt sein eigenes Stück, das später gebrannt wird.
Für entspannte Tage eignen sich Orte wie Alcudia oder Cala Millor. Alcudia punktet mit seiner Altstadt und dem langen Sandstrand von Port d’Alcudia, während Cala Millor ideal ist, wenn man eine Mischung aus Strand, Promenade und kleinen Ausflügen sucht. Von beiden Orten aus erreicht man schnell weitere Buchten oder kleine Wanderwege.
Wer es ruhiger mag, findet im Inselinneren kleine Dörfer wie Bunyola, Montuïri oder Sencelles, wo Cafés, Wochenmärkte und kurze Spazierwege den Alltag prägen. Auch ein Abstecher in die Serra de Tramuntana lohnt sich immer, sei es für eine kurze Wanderung oder einfach für den Blick über die Terrassenfelder.
Hinweis zur Eco-Tax: Die Sostenible-Tourismussteuer wird vor Ort im Hotel bar oder per Karte bezahlt. Wichtig für die Budgetplanung während der Mallorca Ferien.
Was im Koffer für Ferien auf Mallorca nicht fehlen sollte:
- Wasserschuhe: empfehlenswert bei steinigem Einstieg ins Meer
- Aloe‑Vera‑After‑Sun: Mallorca hat viel Wind und Sonne
- Powerbank: Strände und Naturspots haben selten Steckdosen (Wichtig: gehört in das Handgepäck)
- Faltbarer Shopper für Märkte wie in Pollença oder Santanyí
Mallorca: Highlights
Mallorca hat einige Orte, die man so schnell nicht vergisst. Die Altstadt von Alcudia etwa ist früh morgens besonders schön, wenn auf dem Plaça de la Constitució die Marktstände aufgebaut werden und die Gassen noch ruhig sind. Gleich nebenan erstreckt sich die Playa de Alcudia, einer der längsten Sandstrände der Insel, flach und hell. In Palma ist die Kathedrale La Seu das erste, was man vom Meer aus sieht und sie beeindruckt mit ihrer gotischen Architektur. Weiter südlich zeigen die Salinen von Es Trenc ein anderes Bild: Becken, in denen das Wasser je nach Sonne von Rosa bis Hellblau schimmert. Am Cap de Formentor im Norden trifft schroffer Fels auf tiefblaues Wasser, der Ausblick vom Leuchtturm gehört zu den bekanntesten Mallorcas. Wer das Tramuntana-Gebirge erkundet, sollte einen Stopp in Deià einplanen. Das kleine Bergdorf hängt an einem Hang über dem Meer und wirkt mit seinen Steinwegen, Cafés und ruhigen Aussichtspunkten besonders stimmungsvoll.
Alcudia Strand
Der Strand von Alcudia im Norden Mallorcas gehört zu den längsten der Insel. Er erstreckt sich über mehr als 7 Kilometer feinen, weissen Sand, vom Hafen von Alcudia bis zur Playa de Muro. Das Wasser ist klar und bleibt über viele Meter flach, ideal für Familien mit kleinen Kindern und entspanntes Baden. Trotz seiner Grösse wirkt der Strand oft erstaunlich ruhig, weil sich die Besucher gut verteilen. Entlang der Promenade gibt es Cafés, Strandbars, kleine Shops und Spielplätze. Wer mag, kann Surfen oder Windsurfen lernen; mehrere Schulen bieten Kurse direkt am Strand an.
Kloster von Valldemossa
Valldemossa, ein charmantes Dorf in den Tramuntana-Bergen, ist bekannt für seine malerischen Gassen und die historische Kartause. Die Klosteranlage, in der der Komponist Frédéric Chopin einige Zeit verbrachte, zieht Kulturinteressierte an. Die Umgebung bietet zahlreiche Wanderwege mit atemberaubenden Ausblicken auf die Landschaft und das Meer.
Cap de Formentor
Das Cap de Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas und ein gefragter Aussichtspunkt. Die Strasse dorthin ist kurvig und etwa 18 Kilometer lang, mit Steilklippen auf der einen und Meerblick auf der anderen Seite. Unterwegs gibt es mehrere kurze Stopps mit Ausblick. Besonders beliebt ist der Mirador Es Colomer, von dem man die Nordküste sehr gut überblicken kann. Am Ende steht der Leuchtturm, 210 Meter über dem Meer und 1863 gebaut. Bei klarem Wetter sieht man sogar bis nach Menorca. Wichtig zu wissen: Im Sommer ist die Zufahrt mit dem Auto eingeschränkt, ab Port de Pollença fährt dann ein Pendelbus.
Strand Es Trenc
Es Trenc im Süden Mallorcas gilt als einer der schönsten Naturstrände der Insel und ist rund 7 Kilometer lang. Der Strand ist lang, hell und fast überall flach abfallend, was ihn besonders für Familien und gemütliche Strandtage geeignet macht. Das Wasser ist klar und schimmert je nach Licht in verschiedenen Türkistönen, was Es Trenc oft den Spitznamen „Karibik Mallorcas“ einbringt. Da der Strand in einem geschützten Naturgebiet liegt, gibt es nur wenige Gebäude in direkter Nähe. Parkplätze befinden sich etwas weiter hinten, sodass man ein paar Minuten zu Fuss geht.
Cala Gran
Die Cala Gran liegt direkt bei Cala d'Or im Südosten Mallorcas und ist trotz ihrer Bekanntheit eine der schönsten kleinen Buchten der Insel. Der Strand ist nur rund 50 Meter lang, dafür hat die Bucht einen fast fjordartigen Charakter: schmaler Eingang, von Felsen eingefasst, türkisblaues Wasser. Das Meer ist ruhig und klar, der Einstieg ins Wasser angenehm; ideal zum Schnorcheln, aber auch einfach zum Schwimmen. Wer genau hinschaut, entdeckt unter der Oberfläche Felsen, Seegras und kleinere Fische. An den seitlichen Klippen springen im Sommer regelmässig Einheimische ins Wasser.
Mallorca: Naturhighlights
Im Süden wird die Küste zwischen Cap de Ses Salines und Cala s'Almunia rauer. Die Felsen sind kantig, das Wasser klar und man sieht gut, wie Wind und Wellen die Formen über die Jahre verändert haben. Ein Stück weiter im Osten lohnt sich ein Spaziergang auf der Halbinsel Punta de n'Amer: breite Küstenwege, kleine Aussichtspunkte und ein ruhiger Blick aufs Meer. Die Coves del Drach (Drachenhöhlen) bei Porto Cristo sind eines der populärsten Naturziele der Insel. Ein grosser unterirdischer See, den man per Boot befährt und imposante Tropfsteinformationen machen den Besuch besonders. In der Serra de Tramuntana prägen Terrassenfelder rund um Banyalbufar die Landschaft; ein Hinweis darauf, wie lange hier Landwirtschaft betrieben wird. An der Nordküste bietet das Cap de Formentor weite Ausblicke über Felsen und tiefblaues Meer.
Weniger bekannt: Das Naturschutzgebiet S'Albufera im Norden, direkt hinter den Dünen von Playa de Muro, ist eines der wichtigsten Vogelschutzgebiete des Mittelmeers; über 200 Arten wurden hier gesichtet.
Cap de Formentor
Das Cap de Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas und ein gefragter Aussichtspunkt. Die Strasse dorthin ist kurvig und etwa 18 Kilometer lang, mit Steilklippen auf der einen und Meerblick auf der anderen Seite. Unterwegs gibt es mehrere kurze Stopps mit Ausblick. Besonders beliebt ist der Mirador Es Colomer, von dem man die Nordküste sehr gut überblicken kann. Am Ende steht der Leuchtturm, 210 Meter über dem Meer und 1863 gebaut. Bei klarem Wetter sieht man sogar bis nach Menorca. Wichtig zu wissen: Im Sommer ist die Zufahrt mit dem Auto eingeschränkt, ab Port de Pollença fährt dann ein Pendelbus.
Drachenhöhlen
Die Coves del Drach bei Porto Cristo gehören zu den bekanntesten Höhlen Mallorcas. Das Höhlensystem ist rund 1’700 Meter lang und führt durch mehrere miteinander verbundene Kammern voller Tropfsteinformationen. Das Highlight ist der Lago Martel, einer der grössten seiner Art in Europa: 180 Meter lang, 40 Meter breit, bis zu 12 Meter tief. Die Führung dauert rund eine Stunde und endet mit einem kurzen Live-Konzert, das auf Booten gespielt wird. Ein ungewöhnliches Erlebnis, weil der Klang in der Höhle sehr deutlich hörbar ist. Praktisch: Die Temperatur bleibt konstant kühl, was den Besuch auch an heissen Tagen angenehm macht.
Serra de Tramuntana
Die Serra de Tramuntana prägt Mallorcas Nordwesten von Andratx im Süden bis nach Pollença im Norden. Der höchste Gipfel ist der Puig Major mit 1’445 Metern. Die Berge ziehen sich über fast 90 Kilometer entlang der Küste, mit kleinen Dörfern wie Deià, Valldemossa oder Banyalbufar, die sich gut für kurze Spaziergänge eignen. Viele Wege sind ideal für Wanderungen und man hat schnell schöne Ausblicke auf Terrassenfelder, Olivenhaine und das Meer. Typisch für die Region sind die Trockensteinmauern, die ohne Mörtel gebaut wurden und bis heute Felder und Wege stützen. Sie gehören sogar zum UNESCO-Weltkulturerbe.
Naturpark Mondragó
Der Naturpark Mondragó mit ca. 750 Hektaren im Südosten Mallorcas ist ein ruhiges Gebiet mit Wegen, zwei hellen Buchten und viel Platz für Spaziergänge. Die namhaftesten Strände sind S’Amarador und Cala Mondragó; beide haben feinen Sand, türkisblaues Wasser und sind gut erreichbar. Dazwischen verlaufen kleine Pfade durch Kiefernwald und offene Flächen, in denen man oft Eidechsen und Seevögel sieht. Wissenswert: 1989 demonstrierten in Palma täglich Tausende gegen die geplante Bebauung der Bucht. Die Proteste hatten Erfolg und 1992 wurde das Gebiet offiziell zum Naturpark erklärt.
Punta de n’Amer
Punta de n'Amer liegt zwischen Cala Millor und Sa Coma an der Ostküste Mallorcas und ist eine der ruhigsten Naturzonen. Das rund 200 Hektar grosse Naturschutzgebiet darf nicht bebaut werden, weshalb hier Dünen, Kiefernwald und Felsheiden noch so aussehen wie vor dem Tourismus-Boom. Ziel vieler Besuchenden ist der Es Castell, ein kleiner historischer Wachturm mit Café aus dem Jahr 1696 (einst zum Schutz vor Piratenangriffen gebaut). Von oben hat man einen schönen Blick über die Küste.
Mallorca: Top Strände
Mallorcas Strände sind sehr unterschiedlich und genau das macht die Insel spannend. Der Strand von Alcudia ist lang und gleichmässig flach, ideal zum Schwimmen und für lange Spaziergänge im seichten Wasser. Direkt daneben liegt die Playa de Muro mit hellem Sand und einem ebenso flachen Einstieg – bei Familien mit kleinen Kindern besonders beliebt. Im Nordosten zeigt die Cala Mesquida eine etwas wildere Seite: leichte Wellen, Dünen und ein natürlicher Küstenabschnitt. Weiter südlich beeindruckt Es Trenc mit klarem Wasser und einem fast karibischen Look. Wer es ruhiger mag, fährt nach Cala Bona im Osten: ein kleiner Strand mit Hafen, weniger Trubel als in den grossen Ferienorten in der Nähe.
Alcudia Strand
Der Strand von Alcudia im Norden Mallorcas gehört zu den längsten der Insel. Er erstreckt sich über mehr als 7 Kilometer feinen, weissen Sand, vom Hafen von Alcudia bis zur Playa de Muro. Das Wasser ist klar und bleibt über viele Meter flach, ideal für Familien mit kleinen Kindern und entspanntes Baden. Trotz seiner Grösse wirkt der Strand oft erstaunlich ruhig, weil sich die Besucher gut verteilen. Entlang der Promenade gibt es Cafés, Strandbars, kleine Shops und Spielplätze. Wer mag, kann Surfen oder Windsurfen lernen; mehrere Schulen bieten Kurse direkt am Strand an.
Strand Es Trenc
Es Trenc im Süden Mallorcas gilt als einer der schönsten Naturstrände der Insel und ist rund 7 Kilometer lang. Der Strand ist lang, hell und fast überall flach abfallend, was ihn besonders für Familien und gemütliche Strandtage geeignet macht. Das Wasser ist klar und schimmert je nach Licht in verschiedenen Türkistönen, was Es Trenc oft den Spitznamen „Karibik Mallorcas“ einbringt. Da der Strand in einem geschützten Naturgebiet liegt, gibt es nur wenige Gebäude in direkter Nähe. Parkplätze befinden sich etwas weiter hinten, sodass man ein paar Minuten zu Fuss geht.
Cala Esmeralda
Der Strand Cala Esmeralda liegt in Cala d’Or und ist eine kleine, geschützte Bucht mit rund 25 Metern Länge und sehr klarem Wasser. Der Sand ist hell, der Einstieg flach und durch die Felsen links und rechts wirkt die Bucht oft ruhiger als andere Strände in der Umgebung. Den Namen «Esmeralda» (Smaragd) verdankt die Bucht dem intensiven Grün des Wassers, das an sonnigen Tagen noch kräftiger wirkt. Viele Gäste schätzen Cala Esmeralda, weil man schnell zwischen Strand, kurzen Wegen und den nahen Hotels hin- und herkommt. Zum Schnorcheln lohnt sich ein Blick Richtung Felsen: Dort schwimmen häufig Meerjunker, Goldstriemen und kleine Brassen.
Playa de Muro
Playa de Muro ist einer der ruhigsten und längsten Strände im Norden Mallorcas. Der Strand ist knapp 6 Kilometer lang, der Sand ist fein und weiss, das Wasser türkisblau; ideal für Familien, gemütliche Spaziergänge und alle, die gerne ohne grosse Wellen baden. Entlang des Strandes liegen Cafés, Holzstege und kleine Verleihstationen. Dort kann man zum Beispiel Stand-up-Paddling ausprobieren oder ein Kajak mieten. Direkt angrenzend liegt der Naturpark S'Albufera, mit 1.600 Hektar das wichtigste Feuchtgebiet der Balearen und Heimat von rund 270 Vogelarten.
Cala Ferrera
Die Cala Ferrera liegt nur einen kurzen Spaziergang von Cala d'Or entfernt und ist bei Familien besonders beliebt. Der Sandstrand ist hell und fällt flach ins ruhige Wasser ab, kaum Wellengang, dafür viel Platz für Kinder zum Plantschen. Je nach Tageszeit verändert sich die Farbe des Wassers, morgens sehr türkis, später etwas kräftiger blau. Direkt vor dem Eingang der Bucht liegt eine kleine Felseninsel, der Faralló de Cala Ferrera; ein guter Orientierungspunkt beim Schwimmen weiter draussen. Die charmante Küstenlinie lädt zu Spaziergängen ein, während kleine Restaurants lokale Spezialitäten wie Meeresfrüchte und Tapas servieren.
Mallorca: Wissenswertes
Mallorca: Häufig gestellte Fragen
Die Monate April bis Juni gelten auf Mallorca, etwa in der Region um Alcúdia oder im Gebiet der Serra de Tramuntana, als stabile Phase mit Temperaturen zwischen 20 und 27 Grad. In Orten wie Palma sinkt die Luftfeuchtigkeit im Frühling kontinuierlich, was längere Aktivitäten im Freien erleichtert. Im Oktober bietet die Bucht von Pollença oft noch 22 bis 24 Grad im Meer, während der Sommer in Küstenorten wie Portocolom regelmässig über 30 Grad erreicht. Wer ruhige Bedingungen bevorzugt, findet im Januar im Pla de Mallorca Tageshöchstwerte um 14 bis 16 Grad und eine geringere touristische Dichte. So lässt sich je nach Schwerpunkt eine passende Zeitspanne wählen.
Mallorca bietet in Küstenorten wie Port de Pollença stabile Bedingungen für Kajakfahrten, Stand-up-Paddling und moderates Windsurfen, da die Windverhältnisse dort regelmässig gut vorhersehbar sind. Im Gebiet um Cala Millor nutzen viele Reisende beschilderte Wege für längere Spaziergänge entlang der Dünenlandschaft. In der Region um Magaluf entstehen durch die breiten Strände klare Rahmenbedingungen für Schwimmen und kurze Schnorchelstrecken. Die Serra de Tramuntana bleibt ein zentraler Anziehungspunkt für Wandernde, die strukturierte Naturwege bevorzugen. Rund um Alcúdia nehmen Gäste häufig an geführten Beobachtungen der Feuchtgebietsfauna im Parc Natural de s’Albufera teil. Im Inland um Sineu stehen Agrarbetriebe für Einblicke in Olivenverarbeitung oder Mandelwirtschaft zur Verfügung.
Mallorcas kulinarische Szene orientiert sich stark an regionalen Produkten, die auf Märkten wie dem Mercat de l’Olivar in Palma oder auf dem Wochenmarkt in Inca gehandelt werden. In Orten wie Deià oder Valldemossa werden häufig Speisen mit lokalem Gemüse und Olivenöl aus Betrieben im Tramuntana-Gebiet zubereitet. In Küstenorten wie Port d’Andratx stehen fangfrische Fische aus dem westlichen Mittelmeer im Mittelpunkt, während im Landesinnern rund um Santa Maria del Camí Winzereien strukturierte Weine aus autochthonen Rebsorten herstellen. Bäckereien in Orten wie Pollenca produzieren Gebäcke, die Rezepturen aus traditionellen Familienbetrieben folgen.
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