Gran Canaria Ferien
Gran Canaria, der fast runde Kreis im Atlantik, gehört zu den Lieblingsinseln der Schweizer Gäste. Das ist kein Wunder, denn Reisende erwarten tolle Strände wie die Playa de Las Canteras und ein mildes Klima, das ganzjährig gleichermassen verwöhnt. Wer Gran Canaria Urlaub plant, erlebt zudem eine Insel, auf der die wandernden Dünen von Maspalomas ebenso prägend sind wie die Markthallen von Arucas oder die tiefen Schluchten im Inselinneren, die sich bis auf über 1'900 Meter zum Pico de las Nieves erheben.
In den engen Gassen von Vegueta, der Altstadt von Las Palmas, fällt das Morgenlicht auf Fassaden, die seit Jahrhunderten stehen. Auf dem Platz vor der Casa de Colón wird sichtbar, wie nah Vergangenheit und Gegenwart auf dieser Insel beieinander liegen: Steinportale neben offenen Cafés, in denen Einheimische ihren ersten Kaffee trinken. Im Viertel San Juan von Telde brennen Töpfer noch heute Keramiken nach jahrhundertealten Formen und oberhalb von San Mateo liegt in den Bergdörfern der Duft von frisch geröstetem Kaffee in der Luft; eine kleine Tradition, die seit Langem Teil dieser Region ist. In Tejeda, wo im Februar die Mandelbäume blühen, verkaufen kleine Bäckereien bis heute Bienmesabe und Mandelgebäck nach Rezepten, die seit Generationen weitergegeben werden. So entsteht ein Bild von Gran Canaria, das weit über Strände hinausgeht: eine Insel voller kleiner Szenen, die sich zu einem Reiseerlebnis verbinden.
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Ferien Gran Canaria: Lage, beste Reisezeit und Anreise
Gran Canaria liegt rund 210 Kilometer vor der marokkanischen Küste im Atlantik und gehört zu den Kanarischen Inseln. Die Insel profitiert von ihrer Lage auf Höhe der Sahara: Es bleibt das ganze Jahr über mild, oft mit einer leichten Brise, die selbst warme Tage angenehm macht. Während der Norden etwas grüner wirkt, ist es im Süden fast immer sonnig.
Die beste Reisezeit hängt davon ab, was man vorhat. Für Badeferien Gran Canaria eignen sich die Monate Mai bis Oktober, wenn das Meer wärmer ist und die Tage länger sind. Wer lieber wandern oder die Insel in Ruhe entdecken möchte, reist zwischen November und April, wenn die Temperaturen angenehm sind. Auch im Winter bleibt Gran Canaria ein Ort, an dem man schnell in den Frühling zurückfindet.
Im Frühling und Herbst liegen die Werte meist zwischen 24 und 26 Grad. Das ist ideal für Ausflüge ins Inselinnere, zum Beispiel auf die Wege oberhalb von Santa Brígida. Dort bleibt die Vegetation dank des Passatwindes länger grün und die kleinen Anstiege bieten schöne Blicke über die Hänge bis hinunter zur Küste.
Im Sommer erreicht der Süden oft 28 bis 30 Grad. Die Abende rund um Meloneras sind dann besonders angenehm: warm, aber selten drückend, mit viel Platz für lange Spaziergänge entlang der Promenade oder ein spätes Abendessen draussen. Das Meer liegt in dieser Zeit meist bei 22 bis 24 Grad.
Im Winter bleiben die Temperaturen bei etwa 20 bis 23 Grad. Das eignet sich gut für ruhige Spaziergänge am Paseo de Las Canteras in Las Palmas. Auch ein Besuch im historischen Zentrum von Telde lohnt sich; die Gassen sind weniger belebt und viele Cafés haben trotzdem geöffnet.
Die Anreise ist unkompliziert. Ab Zürich, Basel oder Genf gibt es Direktflüge, die in etwa 4 bis 4,5 Stunden auf der Insel landen. Der Flughafen Gran Canaria liegt gut angebunden im Osten. Vor Ort lassen sich Weiterfahrten in alle Ferienorte der Insel problemlos organisieren, was Spanien Ferien auf Gran Canaria besonders flexibel macht.
Schweizer ID / Einreise: Da Gran Canaria zu Spanien (EU) gehört, reicht für Schweizer Staatsangehörige die Identitätskarte (ID).
Klima: Gran Canaria
Durchschnittlich 2670 Sonnenstunden pro Jahr
Sehenswürdigkeiten auf Gran Canaria
Wer Ferien Gran Canaria bucht, sollte sich auch ein paar Sehenswürdigkeiten ansehen. Es gibt hier mehr als nur Strand und Sonne.
In Vegueta, dem ältesten Teil der Hauptstadt Las Palmas, steht die Kathedrale Santa Ana. Sie prägt den Hauptplatz schon seit Jahrhunderten. Gleich daneben zeigt das Museo Canario Fundstücke aus der Zeit vor der spanischen Eroberung, darunter Werkzeuge der Ureinwohner. An der Küste von Las Palmas steht das Auditorium Alfredo Kraus, ein modernes Gebäude, das sich deutlich von der Altstadt abhebt. In Arucas lohnt sich ein Blick auf die Iglesia de San Juan Bautista. Die Kirche wurde aus dunklem Basaltstein gebaut. Im Stadtteil Triana steht das Wohnhaus von Pérez Galdós, dem bekanntesten Schriftsteller der Insel. Heute ist es ein kleines Museum. Im Südwesten liegt Puerto de Mogan mit seinem Hafen und den engen Gassen. Hier sieht man gut, wie unterschiedlich die kulturellen Einflüsse auf Gran Canaria sind.
Zum Schluss noch zwei Orte, die nur wenige kennen:
- Cenobio de Valerón: eine beeindruckende Höhlenanlage im Norden, die früher als Vorratsspeicher der Ureinwohner diente. Die vielen kleinen Kammern, fast 300 an der Zahl, wirken wie ein in die Felswand gebauter Bienenstock.
- La Fortaleza de Ansite: ein Felsmassiv im Südosten, das geschichtlich eine wichtige Rolle spielte. Von oben hat man einen weiten Blick über die Schluchten und oft ist man dort fast allein unterwegs.
Puerto de Mogan
Puerto de Mogan, ein grösserer Ferienort im Süden, wird oft als das “Venedig von Gran Canaria” bezeichnet, weil kleine Kanäle und Brücken den Ortskern durchziehen. Der Ort liegt geschützt zwischen Felsen und Meer und viele Wege führen durch enge Gassen mit weissen Häusern und bunten Bougainvillea, die viele Bewohner seit Jahren mit Stolz pflegen, fast wie ein kleiner Wettbewerb im Ort. Im alten Hafenteil legen noch heute Fischerboote an und versteigern ihren Fang, während direkt daneben Jachten aus aller Welt liegen. Freitags verwandelt sich das Dorf zudem in einen grossen Markt, auf dem Händler von der ganzen Insel ihre Waren anbieten.
Vegueta
Vegueta ist der älteste Stadtteil von Las Palmas und wurde 1478 gegründet, noch bevor die Spanier die gesamte Insel unter Kontrolle hatten. Rund um die Kathedrale Santa Ana stehen Häuser, die seit Jahrhunderten dort sind. In den schmalen Gassen, die noch dem ursprünglichen Grundriss aus dem 15. Jahrhundert folgen, findet man kleine Innenhöfe, Museen und Cafés, die den historischen Kern lebendig halten. Spannend ist ein Besuch im Museo Canario, das zeigt, wie die Ureinwohner der Insel gelebt haben. Auch die Casa de Colón ist einen Stopp wert, nicht wegen Christoph Kolumbus selbst, sondern wegen der alten Karten und Innenhöfe, die einen Blick in die Vergangenheit geben.
Leuchtturm von Maspalomas
Der Leuchtturm von Maspalomas ist eines der bekanntesten Wahrzeichen im Süden Gran Canarias. Er steht seit 1890 an der Küste und ist mit fast 56 Metern Höhe schon von weitem sichtbar. Früher diente er als Orientierungspunkt für Schiffe, die zwischen Afrika und den Kanaren unterwegs waren. Heute markiert er den Übergang zwischen der Promenade von Meloneras und den Dünen von Maspalomas. Im Inneren gibt es eine** kleine Ausstellung über die Geschichte des Turms und der Region**. Interessant ist, dass der Bau mehr als 20 Jahre dauerte, weil Material und Wasser damals mit Kamelen durch die Halbwüste transportiert werden mussten.
Auditorium Alfredo Kraus
Das Auditorium Alfredo Kraus steht am westlichen Ende des Stadtstrands Las Canteras und ist ein Zentrum für Kultur und Musik. Gebaut wurde es 1997 nach Plänen des katalanischen Architekten Oscar Tusquets und trägt den Namen des bekannten kanarischen Tenors Alfredo Kraus. Die grosse Konzerthalle ist so konstruiert, dass der Klang auch bei leisen Tönen sehr klar bleibt. Von aussen wirkt es fast wie eine Mischung aus Festung und moderner Konzerthalle, was gut zu seiner Lage direkt am Meer passt. Im Inneren finden heute Konzerte, Festivals und Veranstaltungen statt, viele davon mit Blick auf den Atlantik.
Iglesia de San Juan Bautista
Die Iglesia de San Juan Bautista in Arucas ist keine alte Kirche, auch wenn sie so aussieht. Der neugotische Bau wurde erst 1909 begonnen und 1977 fertiggestellt. Der dunkle Basaltstein, aus dem die Kirche gebaut wurde, stammt direkt aus der Region. Lokale Steinmetze haben ihn von Hand bearbeitet, was man an der Fassade noch heute sieht. Im Inneren findet man farbige Glasfenster und kleine Kunstwerke, die von verschiedenen kanarischen Künstlern stammen. Besonders bekannt ist eine Holzfigur des heiligen Johannes, die jedes Jahr bei Prozessionen durch die Stadt getragen wird. Die Umgebung lädt zu einem Spaziergang ein, um die charmante Altstadt zu erkunden.
Gran Canaria: Ihre Ferienorte im Überblick
Gran Canaria Ferien: Unsere Tipps und Ideen
Für eine gute Mischung aus Strand und Inselerkundung eignen sich 7 bis 10 Tage, um sowohl die Strände im Süden als auch das Bergland im Inneren der Insel kennenzulernen.
Ein Mietwagen lohnt sich. Damit lässt sich zum Beispiel das Bergdorf Tejeda besuchen: Auf knapp 49 Kilometern geht es durch viele Kurven hinauf auf rund 1’050 Meter, bevor das Dorf auftaucht (die Strassen sind im Hochland sehr gut ausgebaut, verlangen aber Serpentinen-Erfahrung. Ein Kleinwagen reicht völlig aus). Tejeda ist klein, ruhig und einer jener Orte, die zeigen, wie anders Gran Canaria abseits der Küste ist. Wer mag, kann von dort aus eine Kraterwanderung machen und die Vulkanlandschaft des Inselinneren zu Fuss erleben; rund um den Caldera-Rand öffnen sich immer wieder weite Blicke über die Insel.
Für eine kurze Abkühlung lohnt sich der Wasserfall Charco Azul im Norden der Insel. Das Wasser ist frisch, die Umgebung grün und ausser ein paar Einheimischen trifft man dort selten jemanden.
Wer dienstags in der Nähe ist, sollte einen Abstecher nach Arguineguín einplanen. Dort findet jeden Dienstag auf dem Platz Negra der grösste Wochenmarkt der Insel statt. Ideal, um lokale Produkte und kleine Snacks zu probieren.
Beim Essen sollte man mindestens einmal Papas Arrugadas probieren: kleine, in Salzwasser gekochte Kartoffeln, die mit roter oder grüner Mojo-Sauce serviert werden. Dazu passt gegrillter Fisch, am besten direkt in einem Hafenrestaurant. Wer etwas Süsses sucht, findet in Tejeda Bienmesabe, eine Art Mandelcreme, die es dort in kleinen Läden zu kaufen gibt.
Zoll-Hinweis: Die Kanaren gehören zollrechtlich nicht zum EU-Gebiet. Für Schweizer Reisende gelten bei der Rückreise nach Zürich oder Basel deshalb die Freigrenzen für Drittstaaten, besonders bei Tabak und Alkohol.
Was im Koffer für einen Urlaub Gran Canaria nicht fehlen sollte:
- Karten- oder Offline-App: im Bergland ist der Empfang nicht überall stabil
- Leichte Jacke für windige Abende an der Küste oder Ausflüge ins Bergland
- Wiederverwendbare Wasserflasche
- Wasserfester Beutel für nasse Badesachen oder sandige Flip-Flops
- Powerbank: praktisch für Tagesausflüge (Wichtig: gehört in das Handgepäck)
- Euro-Bargeld für Märkte
Gran Canaria Urlaub: Highlights
Die Playa de Maspalomas ist vor allem wegen ihrer grossen Dünen bekannt. Sie wirken fast wie eine kleine Wüste direkt am Meer und sind ein schöner Ort für einen Spaziergang bei Sonnenuntergang. Der Roque Nublo ist ein markanter Monolith auf der Hochebene der Caldera de Tejeda und prägt die Landschaft durch seine charakteristische Silhouette. Der Weg hinauf ist nicht besonders schwierig und von oben hat man einen weiten Blick über das Inselinnere bis zur Küste. An der Nordküste bei El Confital trifft der Atlantik mit voller Kraft auf Felsen und erzeugt Wellen, die Surfenden aus aller Welt anziehen (aber eher etwas für erfahrene Surfende). Puerto de Mogan wirkt dagegen ruhig und farbenfroh. Die kleinen Brücken und Kanäle im Hafen geben dem Ort seinen eigenen Charakter. In Vegueta, dem ältesten Viertel von Las Palmas, spielt sich vieles rund um die Plaza de Santa Ana ab: Cafés, historische Gebäude und ein Stück Alltag der Stadt.
Dünen von Maspalomas
Die Dünen von Maspalomas sind kein gewöhnlicher Strandabschnitt, sie sind ein Naturschutzgebiet von rund 400 Hektaren, das unter strengem Schutz steht. Der Wind formt die Dünen täglich neu, weshalb sie nie gleich aussehen. Viele starten ihren Spaziergang beim Leuchtturm und laufen dann quer durch die Dünen Richtung Playa del Inglés. Mitten in den Dünen liegt der Charca de Maspalomas, ein Süsswassersee, der als Rastplatz für Zugvögel auf dem Weg zwischen Europa und Afrika dient.
Wichtiger Hinweis: Spaziergang am besten am Morgen oder späteren Abend; die Sonne steht sehr hoch und die Temperaturen sind ansonsten kaum zu ertragen.
Playa de Maspalomas
Die Playa de Maspalomas liegt am südlichsten Zipfel Gran Canarias und ist einer der bekanntesten Strände der Insel. Was sie von anderen Stränden unterscheidet, sind die Dünen direkt dahinter: Ein rund 400 Hektaren grosses Sandfeld, fast wie eine kleine Wüste, das sich durch den Wind kontinuierlich verändert. Der Strand ist selbst breit, gut zugänglich und ideal für lange Spaziergänge, besonders am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Das Wasser ist meist flach abfallend, sodass auch Familien gut zurechtkommen. Rund um den Leuchtturm von Maspalomas gibt es eine Promenade mit Cafés und kleinen Läden und wer ein Stück weiterläuft, erreicht ruhigere Abschnitte mit viel Platz.
Roque Nublo
Der Roque Nublo ist ein freistehender Lavafelsen auf 1'813 Metern Höhe und eines der bekanntesten Wahrzeichen Gran Canarias. Er entstand vor rund vier Millionen Jahren durch einen Vulkanausbruch und hat seitdem Wind und Wetter getrotzt; was erklärt, warum er heute noch so markant dasteht, während das Gestein um ihn herum längst erodiert ist. Für die Ureinwohner der Insel, die Guanchen, war der Felsen ein heiliger Ort. Oben hat man einen weiten Blick über das Inselinnere, an klaren Tagen sogar bis nach Teneriffa. Der Aufstieg ist nicht besonders schwierig und auch für Kinder machbar. Der Rückweg geht schneller, aber das Gelände ist steinig, gutes Schuhwerk ist Pflicht.
Puerto de Mogan
Puerto de Mogan, ein grösserer Ferienort im Süden, wird oft als das “Venedig von Gran Canaria” bezeichnet, weil kleine Kanäle und Brücken den Ortskern durchziehen. Der Ort liegt geschützt zwischen Felsen und Meer und viele Wege führen durch enge Gassen mit weissen Häusern und bunten Bougainvillea, die viele Bewohner seit Jahren mit Stolz pflegen, fast wie ein kleiner Wettbewerb im Ort. Im alten Hafenteil legen noch heute Fischerboote an und versteigern ihren Fang, während direkt daneben Jachten aus aller Welt liegen. Freitags verwandelt sich das Dorf zudem in einen grossen Markt, auf dem Händler von der ganzen Insel ihre Waren anbieten.
Surfen in El Confital
El Confital in Las Palmas ist ein beliebter Spot zum Surfen. Die Wellen sind hier konstant und bieten sowohl Personen ohne Vorkenntnisse als auch Fortgeschrittenen ideale Bedingungen. Die beeindruckende Küstenlinie und die natürliche Umgebung schaffen eine entspannte Atmosphäre. Neben dem Surfen ist der Strand auch ein Ort für Spaziergänge und das Geniessen der Aussicht.
Gran Canaria: Naturhighlights
Die Natur auf Gran Canaria ist sehr abwechslungsreich. Der Roque Nublo ist der bekannteste Felsen der Insel und ragt aus einer weiten Vulkanlandschaft heraus. Das Licht verändert sich dort oben schnell und wer etwas Zeit mitbringt, erlebt den Felsen in ganz verschiedenen Stimmungen. Im Gebiet von Tamadaba wachsen grosse Kiefernwälder, die der Luft einen harzigen Geruch geben. Der Barranco de Guayadeque ist eine tiefe Schlucht im Osten der Insel, in deren Felswände Höhlenwohnungen gebaut wurden. Einige sind bis heute bewohnt, andere zu Restaurants umgebaut. Weiter nördlich liegen die Terrassenfelder im Barranco de Agaete; ein Zeichen der traditionellen Landwirtschaft, die in höheren Lagen rund um San Mateo noch sichtbar ist. An der Westküste liegt die Playa de Güigüí, ein schwarzer Sandstrand mit steilen Klippen, die in Kombination mit dem tosenden Atlantik eine wilde, unberührte Atmosphäre erzeugen.
Geheimtipps in der Natur:
- Grösster Kakteenpark der Welt: über 1'200 Arten auf 15'000 m², dazu Drachenbäume, Aloen, Palmen und riesige Kakteenfelder.
- Kaffeeplantage in Agaete: Europas einzige Kaffeeplantage, direkt am Fuss der Tamadaba-Felsen. Kleine Führungen zeigen Anbau und Röstung.
- Agaete-Pools: Natürliche Meerwasserbecken mit ruhigem Wasser und Blick auf die steile Westküste.
Barranco de Guayadeque
Der Barranco de Guayadeque ist eine tiefe Schlucht im Osten Gran Canarias, zwischen den Gemeinden Agüimes und Ingenio. Was sie von anderen Schluchten der Insel unterscheidet, sind die Höhlenwohnungen, die in die Felswände gebaut wurden. Einige davon sind bis heute bewohnt mit Strom, Wasser und allem, was dazugehört. Mitten in der Schlucht gibt es sogar ein Höhlenrestaurant, das kanarische Küche serviert. Wer dort zu Mittag isst, sitzt buchstäblich im Fels. Die Vegetation verändert sich je nach Höhe: Unten wachsen Palmen und Feigenkakteen, weiter oben wird es karger. Die Strasse führt kurvig durch das Tal und bietet immer wieder kurze Stopps mit schöner Aussicht.
Güigüí-Strand
Der Strand Playa de Güigüí liegt an der Westküste Gran Canarias und ist einer der abgelegensten Strände der Insel. Der schwarze Sand, die hohen Felswände und das offene Meer sorgen für eine ruhige, fast ursprüngliche Atmosphäre. Da der Strand nur zu Fuss oder per Boot erreichbar ist, trifft man hier deutlich weniger Menschen als an den bekannten Küstenabschnitten. Der Weg dorthin ist anspruchsvoll, aber gut markiert und führt durch eine trockene, bergige Landschaft. Am Strand selbst hört man nur das Meer und den Wind. Bei ruhiger See kann man gut schwimmen, bei stärkerem Wellengang sollte man vorsichtig sein.
Pico de las Nieves
Der Pico de las Nieves ist mit rund 1'949 Metern einer der höchsten Punkte auf Gran Canaria und gut mit dem Auto erreichbar. Wanderwege führen durch die einzigartige Landschaft, die von Kiefernwäldern und vulkanischen Felsen geprägt ist. Oben erwarten Besuchende eine ruhige Atmosphäre, oft mit leichtem Wind und einem beeindruckenden Ausblick. An klaren Tagen sieht man sogar den Teide auf Teneriffa. Viele kommen zum Sonnenaufgang oder kurz vor Sonnenuntergang herauf, weil das Licht Felsen und Täler besonders schön wirken lässt. Und im Winter kann es hier oben tatsächlich Schnee geben, daher auch der Name «Schneegipfel».
Tamadaba-Naturpark
Der Tamadaba-Naturpark im Nordwesten Gran Canarias ist einer der grünsten und wildesten Teile der Insel. Im Zentrum steht ein ausgedehnter Kiefernwald, der sich über Bergrücken und Schluchten zieht und selbst an warmen Tagen angenehm schattig bleibt. Er gehört zum UNESCO-Biosphärenreservat und ist einer der letzten Orte auf der Insel, wo die kanarische Kiefer noch in ihrem natürlichen Verbreitungsgebiet wächst. Von den Aussichtspunkten oberhalb der Steilküste sieht man weit über den Atlantik, an klaren Tagen sogar bis Teneriffa. Typisch für Tamadaba ist der harzige Duft der Kiefern und die Stille, die nur vom Wind unterbrochen wird. Genau das macht den Park so besonders.
Barranco de Agaete
Das Barranco de Agaete ist ein grünes Tal im Nordwesten Gran Canarias, das sich vom Meer bis in die Berge des Tamadaba-Parks hinaufzieht. Im Vergleich zum trockenen Süden der Insel wirkt es hier fast mediterran: Obstgärten, Weinreben und Terrassenfelder ziehen sich die Hänge hinauf. Genau in diesem Tal liegt Europas einzige Kaffeeplantage. Der Kaffee der Sorte «Café de Agaete» wird in kleinen Mengen angebaut und gilt als einer der teuersten Spaniens. Führungen zeigen, wie die Bohnen gepflückt und verarbeitet werden. Die Luft im Tal ist oft etwas kühler und feuchter als an der Küste, was die Vegetation besonders üppig macht.
Gran Canaria: Top Strände
Die Playa de Maspalomas ist vor allem wegen der Dünen bekannt, die direkt hinter dem Strand beginnen und sich weit ins Landesinnere ziehen. Gleich daneben liegt die Playa del Inglés, ein langer, feiner Sandstrand mit Promenade, Cafés und einer lebhaften Atmosphäre. Wer Abwechslung sucht, ist hier richtig. Weiter im Südwesten liegt Amadores. Die helle, geschützte Bucht hat ruhiges Wasser, weil sie von Wellenbrechern umgeben ist, was den Strand besonders für Familien beliebt macht. In Puerto de Mogan sorgen Hafen und Felsen für kleine, windgeschützte Badebereiche. Die Kombination aus Booten, bunten Häusern und ruhigem Wasser macht den Ort zu etwas Besonderem. Ganz anders ist die abgelegene Playa de Güigüí an der Westküste. Schwarzer Sand, steile Klippen und viel Ruhe. Der Strand ist nur per Boot oder über eine längere Wanderung erreichbar, dafür erlebt man eine fast unberührte Naturkulisse.
Playa de Las Canteras
Die Playa de Las Canteras ist der Stadtstrand von Las Palmas und einer der vielseitigsten Strände der Insel. Der drei Kilometer lange Sandstrand mit goldenem Sand ist in mehrere Abschnitte unterteilt, von ruhigen Bereichen bis zu Zonen, in denen Surfenden unterwegs sind. Besonders bekannt ist das natürliche Riff „La Barra“, das bei Ebbe sichtbar wird und das Wasser in weiten Teilen beruhigt. Dadurch eignet sich der Strand gut zum Schwimmen und Schnorcheln. Entlang der Promenade gibt es viele Cafés und kleine Läden, Einheimische joggen morgens und Familien grillen abends am Rand. Las Canteras ist ein echter Alltagsstrand.
Playa de Maspalomas
Die Playa de Maspalomas liegt am südlichsten Zipfel Gran Canarias und ist einer der bekanntesten Strände der Insel. Was sie von anderen Stränden unterscheidet, sind die Dünen direkt dahinter: Ein rund 400 Hektaren grosses Sandfeld, fast wie eine kleine Wüste, das sich durch den Wind kontinuierlich verändert. Der Strand ist selbst breit, gut zugänglich und ideal für lange Spaziergänge, besonders am frühen Morgen oder kurz vor Sonnenuntergang. Das Wasser ist meist flach abfallend, sodass auch Familien gut zurechtkommen. Rund um den Leuchtturm von Maspalomas gibt es eine Promenade mit Cafés und kleinen Läden und wer ein Stück weiterläuft, erreicht ruhigere Abschnitte mit viel Platz.
Playa de Amadores
Die Playa de Amadores befindet sich im Südwesten von Gran Canaria und ist eine der ruhigsten Buchten der Insel. Die Bucht ist gut geschützt, das Wasser meist flach und klar, ideal zum Schwimmen, auch für Kinder. Was viele nicht wissen: Der helle, feine Sand wurde nicht hier abgebaut, sondern aus der Karibik importiert, weil der natürliche Sand auf Gran Canaria vulkanischen Ursprungs und entsprechend dunkel ist. Das erklärt, warum Amadores so anders aussieht als viele andere Strände der Insel. Die Infrastruktur rund um den Strand ist gut ausgebaut: Restaurants, Sonnenliegen sowie Wasserverleih. Direkt vor dem Strand gibt es einen kleinen Tauchspot, wo man Muränen, Tintenfische und gelegentlich Rochen sieht.
Playa del Inglés
Die Playa del Inglés gehört zu den bekanntesten Stränden der Insel und liegt im Südosten Gran Canarias, direkt angrenzend an die Dünen von Maspalomas. Der Strand ist mehrere Kilometer lang, der Sand hell und fein und er bietet viel Platz zum Baden, Spazieren oder einfach zum Entspannen. Einige Abschnitte sind ruhig, andere lebhafter; je nachdem, wie nah man an der Promenade ist. Das Wasser ist meist gut zugänglich und weiter östlich trifft man auch auf Surfende. Hinter dem Strand zieht sich das Yumbo-Centrum entlang, eines der grössten Einkaufs- und Unterhaltungszentren der Insel. Tagsüber ist es ruhig, abends verwandelt es sich in ein belebtes Ausgehviertel.
Playa de Mogan
Die Playa de Mogan ist ein kleiner, geschützter Strand im Südwesten Gran Canarias und liegt direkt am bekannten Hafenort Puerto de Mogan mit seinen bunten Häusern und Kanälen. Der Sand ist hell, das Wasser ruhig und klar, ideal zum Schwimmen oder für Familien. Entlang der Promenade gibt es kleine Cafés und Läden. Wer ein paar Meter weiter Richtung Hafen läuft, findet gute Stellen zum Schnorcheln. Zwischen den Felsen und unter den Bootsstegen trifft man auf Sargo, Salpa, Vieja (ein bunter Papageienfisch, der auf den Kanaren als Delikatesse gilt), Muränen und gelegentlich Tintenfische. Freitags lohnt es sich besonders, nach Mogan zu fahren, dann findet der bekannte Wochenmarkt statt und der Ort ist deutlich lebhafter als sonst.
Gran Canaria: Wissenswertes
Gran Canaria: Häufig gestellte Fragen
Die beste Reisezeit für Gran Canaria liegt häufig zwischen März und Juni, da sich in dieser Phase Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad einstellen und das Wetter in Orten wie Maspalomas oder Las Palmas besonders stabil wirkt. In höheren Lagen wie Tejeda bleiben die Werte in diesen Monaten etwas tiefer, wodurch Spaziergänge im Ortskern angenehm sind. Wer ruhige Strukturen bevorzugt, wählt oft den Herbst zwischen September und November, wenn das Meer bei San Agustín warm bleibt und die Tage in Telde oder Arucas meist klar verlaufen. Der Winter eignet sich ebenfalls gut, da Temperaturen von 18 bis 22 Grad verlässliche Bedingungen schaffen. Die gleichmässige Witterung ermöglicht über das ganze Jahr hinweg planbare Aktivitäten.
Empfehlenswerte Aktivitäten reichen vom Erkunden historischer Orte wie dem Viertel Vegueta in Las Palmas bis zu Touren entlang der alten Steinpfade bei Cruz de Tejeda. In Arguineguín wirkt der Besuch des kleinen Fischmarkts authentisch, da die Boote früh am Morgen einlaufen. Wer Bewegung sucht, nutzt die Küstenpromenade zwischen Meloneras und dem Faro de Maspalomas, wo weite Wege ohne Unterbrechungen möglich sind. In den Bergen rund um Artenara zeigen sich traditionelle Höhensiedlungen, deren Bauweise Einblicke in frühere Lebensformen erlaubt. Kulturinteressierte verbringen Zeit im Cueva Pintada Museum in Gáldar, während Gastronomiebegeisterte in Agaete die Kombination aus Kaffeeplantagen und lokalen Produkten erleben. Surfer finden an der Nordküste bei El Confital ideale Bedingungen, um Wellen und felsige Küstenabschnitte gleichzeitig zu geniessen.
Die Küche Gran Canarias basiert auf einfachen Zutaten, die in vielen Orten fest verankert sind. In Teror fällt die traditionelle Herstellung der Chorizo de Teror auf, die in kleinen Läden rund um die Basílica angeboten wird. In Küstenorten wie Arguineguín prägt frischer Fisch den Alltag, besonders Gerichte wie vieja a la plancha. In ländlichen Gebieten bei Santa María de Guía spielt Queso de Flor eine wichtige Rolle, dessen Herstellung mit Distelblüten seit Langem gepflegt wird. Papas arrugadas mit Mojo rojo gehören auf Märkten wie dem Mercado de Vegueta zum festen Angebot. Diese Küche zeigt regionale Eigenheiten, die sich in Geschmack und Zubereitung klar unterscheiden.
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