Kreta Ferien
Eine reiche Geschichte, vielseitige Landschaft und griechische Lebensart: Die grösste Insel Griechenlands wirkt auf den ersten Blick wie eine klassische Mittelmeerinsel, zeigt aber schnell Facetten, die man nicht überall findet. Zwischen den Gassen von Rethymnon, den Markthallen von Heraklion und den Buchten bei Elounda entsteht ein Bild von einer Insel, auf der die minoische Geschichte, Landwirtschaft und Alltag so gut harmonieren. Wer Kreta Ferien plant, erlebt Strände mit hellem Sand, traditionelle Olivenernten und Dörfer wie Archanes, in denen Tavernen saisonale Gerichte wie Boureki, einen traditionellen Auflauf aus Zucchini und Kartoffeln, aus lokalem Anbau servieren. Kulturell führt kaum ein Weg an Knossos vorbei, doch ebenso spannend sind kleinere Ausgrabungsstätten wie Gournia oder die venezianischen Spuren in Rethymnon. Wer Bewegung sucht, findet zwischen den Schluchten von Imbros und Agia Irini Alternativen zur bekannten Samaria-Schlucht. Und an der Südküste verbinden Orte wie Loutro oder Chora Sfakion das Meer mit Wegen, die nur zu Fuss oder per Boot erreichbar sind.
Für Ferien in Griechenland finden Reisende auf Kreta eine der vielseitigsten Inseln des Landes, die mit flach abfallenden Stränden, lebendigen Küstenorten und historischen Stätten ideale Bedingungen für eine griechische Auszeit bietet.
Kreta Urlaub: Lage, beste Reisezeit und Anreise
Kreta liegt südlich des Peloponnes im östlichen Mittelmeer und näher an Nordafrika als an Athen, was man im Klima deutlich spürt. Die Insel zieht sich über 250 Kilometer in die Länge, ist aber stellenweise nur wenige Dutzend Kilometer breit.
Die beste Reisezeit reicht je nach Reiseart von April bis Oktober, wobei der Frühling ideal zum Wandern ist, der Sommer für klassische Kreta Badeferien steht und der Herbst mit warmem Meer und ruhigerer Atmosphäre punktet.
Auf der Insel im Mittelmeer beginnt der Frühling rund um das Lasithi‑Plateau mit grünen Feldern und ruhigen Dörfern. Im April und Mai liegen die Temperaturen zwischen 18 und 24 Grad und eignen sich für Wanderungen im Tal von Amari oder entlang der Hänge oberhalb von Mochos.
Im Hochsommer steigen die Werte rund um Malia und Gouves oft über 30 Grad, und viele bevorzugen Aktivitäten im Wasser oder im Schatten alter Olivenhaine.
Der Herbst bringt warmes Wasser in den Buchten von Plakias und frische Ernte in Tavernen von Archane. In den Strassen von Sitia locken gemütliche Abende um 22 bis 26 Grad und Erkundungen von Klöstern wie Toplou sind angenehm.
Im Winter wirken Heraklion und Chania authentisch und die Insel ist im ganzen deutlich ruhiger. In den Lefka Ori liegt oftmals sogar Schnee. In Orten wie Kritsa liegen die Temperaturen zwischen 10 und 16 Grad und erlauben Spaziergänge durch die Berglandschaft ohne Hitze.
Für Ferien am Mittelmeer ist die Insel gut angebunden. Die Anreise erfolgt meist über die internationalen Flughäfen von Heraklion oder Chania; die Direktflüge aus der Schweiz dauern rund 3 Stunden. Von dort führen Wege in kurzer Zeit zu Küstenorten und ins Inselinnere. Wer Ferien Kreta plant, profitiert so von einer unkomplizierten und schnellen Anreise sowie von einer klimatischen Vielfalt.
Klima: Kreta
Durchschnittlich 2820 Sonnenstunden pro Jahr
Kreta Ferien: Sehenswürdigkeiten
Wer Kreta bereist, kommt an einigen Orten kaum vorbei. Der Palast von Knossos bei Heraklion ist die meistbesuchte minoische Stätte der Insel; das Archäologische Museum ergänzt den Besuch sinnvoll. Die Fresken und der Grundriss des Palastes zeigen handwerkliche Techniken, die sich nur hier finden. Chania mit dem alten Leuchtturm im Hafen und seiner lebendigen Altstadt, deren Mauern Spuren venezianischer und osmanischer Zeit tragen, ist ebenfalls ein fester Anlaufpunkt. Die Samaria-Schlucht mit ihren steilen Wänden, Spinalonga, die ehemalige Leprakolonie, sowie der Palmenstrand von Vai gehören ebenfalls zu den Klassikern. Der Blick auf die Ausgrabungen von Phaistos über der Ebene von Messara vermittelt ein Gefühl für die damalige Siedlungsstruktur.
Wer historische Orte ohne grosse Kulisse sucht: Das Dorf Spili im Hinterland der Südküste wird selten erwähnt, obwohl der Brunnen mit den 25 Löwenköpfen und die ruhige Atmosphäre einen Ausflug rechtfertigen. Rund um Rethymnon und im Amari‑Tal stehen byzantinische Kapellen mit Fresken aus dem 14. Jahrhundert, die in kaum einem Reiseführer ausführlich erwähnt werden. Und die Küstenstadt Ierapetra im Südosten, die sonnenreichste Stadt Griechenlands, wirkt im Vergleich zu Chania oder Heraklion erstaunlich unberührt vom Massentourismus.
Palast von Knossos
Der Palast von Knossos gilt als das bedeutendste archäologische Zeugnis der minoischen Kultur und ist der grösste bronzezeitliche Palast der Ägäis. Die Ruinen zeigen eindrucksvoll die fortschrittliche Bauweise und Kunstfertigkeit der damaligen Zeit. Der Sage nach soll die Anlage das Labyrinth des Minotaurus beherbergt haben. Die teilweise rekonstruierten Fresken und weitläufigen Ruinen lassen die Geschichte des Ortes lebendig werden und machen den Palast zu einem Highlight aller Kreta-Ferien.
Festung Fortezza
Die venezianische Festung thront über Rethymnon und ist ein beeindruckendes Beispiel venezianischer Militärarchitektur. Sie wurde im 16. Jahrhundert gebaut, um Rethymnon vor Piratenangriffen zu schützen. Innerhalb der Mauer stand einst eine komplette Stadt mit Kirchen, Moscheen und Wohnhäusern. Heute überrascht sie mit weiten, fast leeren Flächen, in denen gelegentlich kulturelle Veranstaltungen stattfinden, die das historische Ambiente unterstreichen.
Höhlen von Matala
Die Sandsteinhöhlen, an der Südküste Kretas gelegen, sind ein faszinierendes Zeugnis der Geschichte und wurden ursprünglich in der römischen Zeit als Gräber genutzt. In den 1960er- und 70er-Jahren zogen Hippies ein und machten den Ort weltbekannt. Selbst Joni Mitchell schrieb darüber, die hier angeblich Inspiration für ihr Lied “Carey” fand. Die Mischung aus archäologischer Vergangenheit und moderner Gegenkultur macht Matala bis heute besonders.
Voulismeni-See
Der kreisrunde Voulismeni-See in Agios Nikolaos galt lange als “bodenlos”, weil seine Tiefe schwer messbar war. Heute weiss man, dass er bis zu 64 Meter tief und über einen schmalen Kanal mit dem Meer verbunden ist. Die tiefblaue Farbe des Wassers zieht viele an und die steilen Felswände rundherum erzeugen eine fast theatrale Kulisse. Tavernen, gemütliche Cafés und Restaurants säumen das Ufer; ein beliebter Treffpunkt für Einheimische und Touristen gleichermassen.
Ausgrabungen von Gortyna
Gortyna war einst die römische Hauptstadt Kretas und beherbergt den ältesten bekannten Gesetzestext Europas, eingraviert in Stein in einer seltenen Boustrophedon-Schrift: das sogenannte Gesetzbuch von Gortyn aus dem 5. Jahrhundert v. Chr. Die Ausgrabungen nahe Tymbaki bieten Einblicke in die Geschichte und Architektur der Antike, und zwischen Olivenbäumen spazieren Sie heute durch Ruinen, die eine 5’000-Jährige Besiedlungsgeschichte zeigen.
Kreta: Ihre Ferienorte im Überblick
- Ferien Kolimbari
- Ferien Milatos
- Ferien Westkreta Landesinneres
- Ferien Analipsi
- Ferien Agia Pelagia
- Ferien Falassarna
- Ferien Amoudara
- Ferien Anissaras
- Ferien Sissi
- Ferien Westkreta / Chania & Umgebung
- Ferien Georgioupolis
- Ferien Agios Nikolaos
- Ferien Platanias
- Ferien Vai
- Ferien Panormo
- Ferien Plakias
- Ferien Kissamos
- Ferien Chersonissos
- Ferien Paleochora
- Ferien Sitia
- Ferien Almyrida / Kalyves
- Ferien Agia Galini / Tymbaki
- Ferien Gouves
- Ferien Malia / Stalis
- Ferien Fodele
- Ferien Kreta / Heraklion
- Ferien Mochlos
- Ferien Knossos
- Ferien Kokkini Hani
- Ferien Elounda
- Ferien Ierapetra
- Ferien Rethymnon
Kreta Urlaub: Unsere Ferienideen
Kreta funktioniert als Badeferien, Wanderurlaub und Kulturreise gleichermassen; oft auch kombiniert, was die griechische Insel von vielen anderen Mittelmeerzielen unterscheidet.
Familien bewegen sich in Orten wie Georgioupoli oft zwischen flachen Lagunen und langen Stränden, wo Kinder herumtollen und im Wasser plantschen können. Der Botanische Garten bei Chania ist eine gute Alternative zu Strandtagen und beherbergt hunderte Pflanzenarten, Obstgärten und Teiche.
Wir empfehlen für kulturinteressierte Gäste einen Abstecher nach Archanes. Dort verarbeiten Winzer ihre Trauben noch in traditionellen Pressen und lassen eigenständige Sorten wie Vidiano und Kotsifali wachsen. Zudem finden sich in Rethymnon kleine Werkstätten, die alte Handwerkstechniken zeigen und im Herbst können Besuchende bei vielen Familienbetrieben beim Pflücken und Pressen der Olivenernte zusehen. Jeden Samstag findet in Heraklion ein Markt statt, auf dem kretischer Wein, lokaler Käse, Olivenprodukten und Kräutern verkauft werden; ein authentisches Erlebnis.
Wer wandern möchte, findet entlang der Südküste abwechslungsreiche Küstenwege wie die Strecke von Loutro nach Chora Sfakion zu kleinen Buchten und eindrucksvollen Aussichtspunkten. Die Südküste eignet sich ebenfalls für Seekajak: Zwischen Loutro und Chora Sfakion sind einzelne Buchten nur vom Wasser aus erreichbar.
Und wer eine Nacht im Binnenland verbringt, etwa in Anogia oder einem Dorf im Amari-Tal, erlebt eine andere Seite der Insel: ruhiger, kühler als an der Küste, mit Tavernen, die traditioneller kochen und weniger auf Laufkundschaft ausgerichtet sind.
Was im Koffer für Kreta nicht fehlen sollte:
- Dry Bag: ideal für Bootstouren nach Balos, Gramvousa oder Chrissi
- Leichtes Tuch oder Sarong: als Strandtuch, Sonnenschutz oder Schal bei Wind
- Mückenschutz für laue Abende
- Wasserschuhe für felsige Einstiege und Seeigel-Zonen
Kreta Reisen: Highlights
Zwischen Heraklion und Chania liegt einiges, das Kreta ausmacht. Die Samaria-Schlucht ist lang, karg und beeindruckend; wer sie einmal durchwandert hat, versteht, warum sie so beliebt ist. In Rethymnon thront die venezianische Festung Fortezza über der Stadt und ist grösser als erwartet, wenn man erst einmal drin steht. Agios Nikolaos hat mit dem Voulismeni-See einen schönen Mittelpunkt direkt in der Stadt, an dem man abends länger sitzt als geplant. Die Höhlen von Matala über dem Strand haben eine ungewöhnliche Geschichte: römische Gräber, später Treffpunkt der Hippie-Generation. Diese Orte vermitteln einen direkten Bezug zu Natur, Geschichte und Alltag.
Samaria-Schlucht
Die Samaria-Schlucht in Westkreta zählt mit rund 13 bis 17 Kilometern zu den längsten Schluchten Europas und führt vom Omalos-Plateau bis ans Libysche Meer. Der Weg schlängelt sich zwischen steilen Felswänden entlang, umgeben von einer vielfältigen Flora und Fauna. Besonders eindrücklich ist die Stelle “Eiserne Pforte”, wo sich die Felswände auf nur drei bis vier Meter verengen. Unterwegs begegnen Wandernde alten Ruinen, Quellen und mit etwas Glück der kretische Wildziege Kri‑Kri, die nur hier vorkommt. Am Ende der Schlucht wartet das malerische Dorf Agia Roumeli.
Kloster Arkadi
Das Kloster Arkadi im Landesinneren gilt als eines der bedeutendsten Nationaldenkmäler Kretas, denn es ist ein Symbol des kretischen Widerstands: 1866 verschanzten sich hier kretische Freiheitskämpfer, ein Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg gegen die Osmanen. Heute begeistert das Kloster mit seiner beeindruckenden, von der Renaissance beeinflussten Architektur, der Kirche mit ihren kunstvollen Fresken sowie dem alten Klostergarten.
Palast von Knossos
Der Palast von Knossos gilt als das bedeutendste archäologische Zeugnis der minoischen Kultur und ist der grösste bronzezeitliche Palast der Ägäis. Die Ruinen zeigen eindrucksvoll die fortschrittliche Bauweise und Kunstfertigkeit der damaligen Zeit. Der Sage nach soll die Anlage das Labyrinth des Minotaurus beherbergt haben. Die teilweise rekonstruierten Fresken und weitläufigen Ruinen lassen die Geschichte des Ortes lebendig werden und machen den Palast zu einem Highlight aller Kreta-Ferien.
Altstadt und Hafen von Chania
Die Altstadt von Chania gehört zu den stimmungsvollsten Orten Kretas: venezianische Fassaden, enge Gassen und kleine Werkstätten prägen das historische Zentrum. Der Hafen ist ein beliebter Ort, um in den Tavernen und Cafés eine Pause einzulegen, während man die Atmosphäre geniesst und die Jachten beobachtet. Der markante Leuchtturm aus dem 16. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen. Kurioses Detail: Der Leuchtturm wurde im 19. Jahrhundert von Ägyptern restauriert, daher sein ungewöhnlicher, leicht orientalischer Stil.
Archäologisches Museum von Heraklion
Das Archäologische Museum von Heraklion gehört zu den bedeutendsten Museen Griechenlands und zeigt die weltweit umfangreichste Sammlung minoischer Funde. Die Exponate reichen von prächtigen Fresken bis zu kunstvollen Keramiken und sind häufig über 3’500 Jahre alt. Zu den Highlights zählen der berühmte Diskos von Phaistos, Funde aus dem Palast von Knossos und fein gearbeitete Goldschmuckstücke. Ein Blick hinter die Kulissen: Einige der Fresken wurden aus hunderten Fragmenten zusammengesetzt; ein Puzzle, das Jahrzehnte gedauert hat.
Kreta: Naturhighlights
Wer früh am Morgen in Xyloskalo startet, erlebt die Samaria-Schlucht von ihrer eindrucksvollsten Seite: hohe Felswände, kühle Luft und den Blick auf die Weissen Berge (Lefka Ori). Weiter öslicht liegt die Lasithi‑Hochebene, eingerahmt vom Dikti‑Gebirge: ein ruhiges Plateau mit Feldern, kleinen Dörfern und den typischen Windrädern. Die Küstenlinie bei Agios Pavlos besteht aus markanten Felswellen, die sich im Wind über Jahrhunderte geformt haben. Zusammen zeigen diese Orte, wie abwechslungsreich Kretas Natur ist.
Lefka Ori
Die Lefka Ori, auch bekannt als die Weissen Berge, prägen den Westen Kretas mit über 50 Gipfeln, die teils mehr als 2’000 m erreichen. Ihren Namen verdankt die Gebirgskette dem hellen Kalkstein, der in der Sonne fast weiss wirkt und im Winter oft lange schneebedeckt bleibt. Inmitten des Massivs liegt der Nationalpark Samaria, eines der bekanntesten Wandergebiete Griechenlands, der Wanderungen durch unberührte Natur und atemberaubende Ausblicke bietet.
Dikti-Gebirge
Das Dikti-Gebirge im Osten Kretas ist der Sage nach der Geburtsort des Zeus; in der Diktäischen Höhle soll die Göttin Rhea ihr Kind vor Kronos versteckt haben. Abseits des Mythos ist das Gebirge eine Mischung aus kargen Gipfeln, Hochebenen und traditionellen Bergdörfern. Die Lassithi-Hochebene mit ihren Windmühlen und Feldern ist definitiv einen Besuch wert. Wanderwege führen zu Höhlen, in denen sich archäologische Stätten finden, zu Aussichtspunkten und in abgelegene Tälern.
Apoplystra bei Agios Pavlos
Das Apoplystra bei Agios Pavlos an der Südküste Kretas ist für seine markanten, wellenförmigen Felsformationen bekannt, die über Jahrhunderte durch Wind und Meer geformt wurden. Fun Fact: Die geschwungenen Felswellen erinnern viele an versteinerte Sanddünen; tatsächlich bestehen sie aus weichem Sedimentgestein, das sich besonders leicht formen lässt. Nach dem Abstieg lädt der kleine Strand unterhalb der Felsen mit klarem, tiefblauem Wasser zu einer kurzen Abkühlung ein.
Samaria-Schlucht
Die Samaria-Schlucht in Westkreta zählt mit rund 13 bis 17 Kilometern zu den längsten Schluchten Europas und führt vom Omalos-Plateau bis ans Libysche Meer. Der Weg schlängelt sich zwischen steilen Felswänden entlang, umgeben von einer vielfältigen Flora und Fauna. Besonders eindrücklich ist die Stelle “Eiserne Pforte”, wo sich die Felswände auf nur drei bis vier Meter verengen. Unterwegs begegnen Wandernde alten Ruinen, Quellen und mit etwas Glück der kretische Wildziege Kri‑Kri, die nur hier vorkommt. Am Ende der Schlucht wartet das malerische Dorf Agia Roumeli.
Lasithi-Hochebene
Die Lasithi‑Hochebene liegt auf rund 800 m Höhe im Osten Kretas und ist eines der wenigen fruchtbaren Hochplateaus der Insel. Umgeben vom Dikti-Gebirge prägen Felder, traditionelle Windmühlen und kleine Dörfer das Landschaftsbild. Früher standen auf der Hochebene über 10’000 weisse Windräder zur Bewässerung; heute sind nur noch wenige erhalten, werden aber Schritt für Schritt restauriert. Besuchende haben die Möglichkeit, auf zahlreichen Wanderwegen die lokale Flora und Fauna zu erkunden.
Kreta: Top Strände
Kretas Strände unterscheiden sich deutlich zwischen Nord- und Südküste. In Falassarna trifft man auf weiten Sand und regelmässigen Wellengang, während die Bucht von Vai mit ihrem Palmenwald eher geschützt ist. In Elafonisi sorgt die flache Lagune bei bestimmten Windverhältnissen für ruhiges Wasser, das im Sommer besonders angenehm ist. Die kleine Bucht von Agiofarago bleibt abgeschiedener, weil der Zugang nur durch die Schlucht führt. Rund um Malia zieht sich ein langer Küstenstreifen, der gut erreichbar ist und einen Ort für unterschiedliche Bedürfnisse bietet. Die Beispiele machen klar, wie vielfältig ein Strand auf Kreta je nach Region und Küste sein kann.
Elafonisi-Strand
Rosaschimmernder Sand, flache Lagunen und eine fast karibische Atmosphäre machen Elafonisi zu einem der aussergewöhnlichsten Strände Griechenlands. Wussten Sie schon: Die Farbe Rosa ist auf zermahlene Muschelschalen und korallenähnliche Organismen zurückzuführen. Die flachen Buchten laden zum Schwimmen und Entspannen ein, aber auch zu Spaziergängen und kleinen Erkundungen in der umliegenden Natur. Eine Sandbank führt zur vorgelagerten Insel, die man bei ruhiger See zu Fuss erreichen kann.
Bucht von Vai
Die Bucht von Vai im Nordosten Kretas ist für ihren grossen Palmenhain bekannt, den grössten natürlichen Palmenwald Europas. Der feine, breite Sandstrand und das kristallklare, türkisfarbene Wasser machen den Spot zu einem der beliebtesten Badeplätze der Region. Die sanften Wellen laden zum Schwimmen ein, während die umliegenden Wanderwege zu Erkundungen der Natur einladen. Kleine Anekdote: Die Bucht wurde in den 80er-Jahren durch eine Bounty-Werbung weltweit bekannt; gedreht wurde tatsächlich hier und nicht in der Karibik.
Strand von Falassarna
Der Strand von Falassarna an der Westküste Kretas zählt zu den bekanntesten und mehrfach ausgezeichneten Stränden der Insel. Der Hauptabschnitt Pachia Ammos ist rund 1 km lang und bis zu 150 m breit und bietet feinen, hellen Sand sowie klares, türkisfarbenes Wasser. Die weitläufige Küstenlinie bietet viel Platz für Entspannung und verschiedene Wassersportarten wie Stand-up-Paddling oder Bodyboarding. Bei Westwind kann der Wellengang stärker werden, was besonders Windsurfende freut.
Balos-Lagune
Die Balos-Lagune im Nordwesten Kretas in der Nähe von Falassarna ist eine berühmte Naturkulisse der Insel. Die flache, sandige Lagune beeindruckt mit hellen Sandbänken und türkisfarbenem Wasser, das je nach Licht und Wind unterschiedliche Farbtöne zeigt. Erreichbar ist Balos entweder per Boot ab Kissamos oder über eine Schotterpiste mit anschliessendem Fussweg. Zudem steht die Region unter Schutz, da hier seltene Pflanzen- und Vogelarten vorkommen.
Strand von Malia
Der Strand von Malia liegt an der Nordküste Kretas und ist einer der längsten und am besten zugänglichen Küstenabschnitten der Region. Der feine Sand und das kristallklare Wasser machen ihn besonders beliebt bei Familien, da viele Bereiche flach ins Meer abfallen. Die Umgebung ist geprägt von einer lebhaften Atmosphäre mit zahlreichen Cafés und Restaurants. Für alle, die Wassersport mögen, stehen verschiedene Aktivitäten wie Jetski oder Parasailing zur Verfügung. Die Nähe zu historischen Stätten macht diesen Ort besonders reizvoll.
Kreta: Wissenswertes
Kreta: Häufig gestellte Fragen
Die beste Reisezeit für Kreta liegt meist zwischen Mitte Mai und Mitte Oktober, da in dieser Phase stabile Wetterlagen vorherrschen. Im Mai und Juni bewegen sich die Temperaturen oft zwischen 22 und 28 Grad, was Wanderungen in Regionen wie Aradena oder durch Olivenhaine bei Spili angenehm macht. Juli und August erreichen Werte über 30 Grad, besonders rund um Hersonissos und Malia, wodurch Aktivitäten am Meer bevorzugt werden. Im September bleibt das Wasser in Buchten wie der von Elounda warm, während die Lufttemperaturen zwischen 25 und 30 Grad liegen. Der Oktober zeigt sich in Orten wie Chania noch mit rund 22 bis 26 Grad und eignet sich für stille Ausflüge zu Küstenwegen und Bergdörfern. Diese Monate verbinden angenehmes Wetter mit guter Erreichbarkeit vieler Orte.
Auf Kreta empfehlen sich Aktivitäten, die Landschaft und Kultur direkt erlebbar machen. In den Bergen bei Zaros führen gut markierte Wege durch Pinien und über kleine Quellen, während an der Küste bei Agia Galini längere Spaziergänge am frühen Morgen besonders angenehm wirken. Wer sich für Geschichte interessiert, besucht die Ausgrabung von Gournia, wo die Struktur einer minoischen Siedlung klar nachvollziehbar bleibt. In Heraklion bietet das Historische Museum Eindrücke zur jüngeren Vergangenheit der Insel. An windigen Tagen nutzen Surfende die Strände von Kouremenos im Osten, während in Kalyves kleine Keramikwerkstätten Einblicke in lokales Handwerk geben. Die Vielfalt entsteht durch kurze Distanzen zwischen Meer, Gebirge und Orten des Alltags.
Die Küche Kretas basiert stark auf regionalen Zutaten, die in Orten wie Armenoi oder der Ebene von Ierapetra angebaut werden. Olivenöl aus Kolymvari bildet häufig die Grundlage vieler Gerichte. In Bergdörfern wie Zaros wird Joghurt aus lokaler Milch serviert, oft begleitet von Honig aus Wildblüten der Region. Das Gericht Gamopilafo aus der Gegend von Chania zeigt, wie Reis und Brühe zu einer dichten Konsistenz verarbeitet werden. In Heraklion finden sich Märkte mit Gemüse aus der Messara-Ebene, darunter Tomaten und Zucchini, die täglich frisch geliefert werden. In Fischerdörfern wie Makry Gialos kommt fangfrischer Fisch direkt auf den Tisch. Die Küche bleibt dadurch eng mit Landschaft, Jahreszeiten und lokalen Produzierenden verbunden.
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